Bezirksorganisation Wiener Neustadt

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Rascher Breitband-Ausbau gefordert

„Das Corona-Virus hat uns einen längst in Vollziehung befindlichen Wandel vor Augen geführt: Die Arbeit wurde über digitale Wege von zu Hause aus verrichtet. Bildung fand via Video-Unterricht statt. Viele Unternehmen sowie Bund und Land sind spätestens jetzt gezwungen, Innovation voranzutreiben. Eingefordert wird dies von der SPÖ NÖ bereits seit Jahren, geschehen ist nicht viel. Zumindest nicht viel, das uns in absehbarer Zeit alle – bis in den letzten Winkel Niederösterreichs – miteinander vernetzen würde. Die Breitbandinitiative ist eine schöne Überschrift, aber der Ausbau dauert um viele Jahre zu lange“, beschreibt Klubobmann LAbg. Reinhard Hundsmüller die Versäumnisse der ÖVP-Verantwortlichen im Land NÖ der letzten Jahre.
Laut eines offiziellen FTTH-Rankings (Anm.: Fibre-to-the-Home (FTTH) – ‚Glasfaser bis in die Wohnung‘) des Durchdringungsgrades der Haushalte mit Glasfaser erzielt Österreich nur den beschämenden 34. Platz, berichtet Hundsmüller: „1,9 Prozent Anschlussdichte – da helfen auch mediale Inszenierungen nichts. Jede/r NiederösterreicherIn merkt ohnehin, wie rückständig, oft langsam und unbelastbar die Leitungen im Land sind. Spitzenreiter Island erreicht fast 66 % und das nicht unbedingt bei dichter Besiedelung, der EU-Schnitt liegt bei über 17 Prozent. An diesen Kennzahlen sehen wir deutlich, dass eine 100-prozentige Abdeckung mit Glasfaser bis 2025 niemals erreichbar ist! Sogar das unambitionierte Ziel der ÖVP-Regierer 2030 wird mit dieser Ausbaugeschwindigkeit nicht halten können! Die Investitionen in den Ausbau müssen rasch um ein Vielfaches steigen, wenn wir technisch auch nur annähernd mit Europas Topregionen mithalten wollen. Für eine Vorreiterrolle reichen die zaghaften Investitionen von Land und Bund schon gleich gar nicht. Nur wenn wir jetzt schnell in die Gänge kommen und diese Zukunftsinvestition setzen, haben wir noch die Chance, die Zukunft zu generieren und unser Bundesland auf die Überholspur zu führen. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an NÖ GVV-Präsident Rupert Dworak, der die treibende Kraft hinter dem neu präsentierten Digitalisierungsfahrplans des Landes NÖ ist!“
 
Gerade jetzt wäre „das Herausinvestieren aus der Krise“ ein wichtiger Schritt, fordert Hundsmüller abschließend den entsprechenden Mut ein:

„Verstärkte Anstrengungen in Sachen Digitalisierung hätten das Potential der Wirtschaft einen dringend notwendigen Schub zu versetzen. Starke Datenleitungen sind nicht nur das Kapital unserer Wirtschaft, sondern erleichtern auch das Leben vieler ArbeitnehmerInnen, deren Alltag im Home-Office dann leichter zu stemmen ist. Auch das Klima wäre ein starker Profiteur von ausgebauten Daten-Autobahnen, da viele Wege so nicht notwendig wären. Zu guter Letzt werden wir bei zukünftigen Alltags-Erleichterungen, wie selbstfahrenden Fahrzeugen nicht mitmachen können, weil diese auf starke Breitband-Datenleitungen angewiesen sind. Bei 1,9 % Abdeckung ginge der Motor des Vehikels wohl bereits bei der Autobahnabfahrt aus.“